Hessen
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Programm beim Engagementkongress 2019

(Stand: 12. September 2019)

Der Hessische Engagementkongress 2019 lebt von der Beteiligung von ehrenamtlich, freiwillig und bürgerschaftlich Engagierten, hauptberuflich im sozialen Feld Tätigen wie auch Verantwortungsträgerinnen und -trägern in Vereinen, Verbänden, Projekten und Initiativen sowie Städten, Gemeinden und Landkreisen, die mit Engagierten zusammenarbeiten. Ebenso richtet er sich an in dem Feld forschende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Sie bestimmen und gestalten gemeinsam das Programm des Kongresses.

Neben der nachfolgenden Programmübersicht finden Sie hier auch eine pdf-Programmübersicht, die Sie auf ein portables Gerät speichern können.

Mittwoch, 25. September 2019

ab 09:00 Uhr
Gebäude 52, Halle 8
Anmeldung
Die Anmeldung ist während des gesamten Kongresses besetzt.
10:00 - 17:00 Uhr
Gebäude 10 (S), 001 & Gebäude 20 (N), 010

Markt der Möglichkeiten

Fortlaufende Informationsstände während des Kongresses von:

  • Angekommen in Wiesbaden e.V.
  • ArbeiterKind.de
  • AWO Bezirk Hessen Süd e.V.
  • BDKJ Fulda - Referat Freiwilligendienste
  • Bistum Fulda
  • Bundesakademie für musikalische Jugendbildung e.V.
  • Bundesverband Deutscher Stiftungen e.V. / Projektbüro Deutscher Engagementpreis
  • Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros e.V. (BaS) und Seniorenbüro der Stadt Hanau
  • Caritasverband für die Diözese Fulda e.V. / Caritasverband für die Diözese Limburg e.V.
  • Der PARITÄTISCHE Hessen
  • Deutsche Palliativstiftung
  • Diakonie Hessen
  • Diakonie - Freiwilliges Engagement in der Flüchtlingsarbeit
  • DRK in Hessen Volunta gGmbH
  • Ehrenamtsakademie der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN)
  • EhrenApp
  • Fachstelle Engagementförderung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) / Kirchenkreis Fulda - Freiwilligenmanagement
  • Förderung der Bewährungshilfe in Hessen e.V.
  • Freiwilligen-Agentur Usinger Land e.V.
  • Hessische Landeszentrale für politische Bildung (HLZ)
  • Hessischer Jugendring (HJR)
  • Hessisches Ministerium für Soziales und Integration (HMSI)
  • Hospiz- und PalliativVerband Hessen e.V.
  • Internationale Berufsakademie der F+U Unternehmensgruppe gGmbH
  • Innovative Erwachsenenarbeit 55+
  • Kneipp-Verein Fulda e.V.
  • Kontakt-Werk Mühlheim
  • Koordinations- und Ansprechstelle für Dienste der Sterbebegleitung und Angehörigenbetreuung (KASA)
  • Kreuzbund e.V. / Lotsennetzwerk für Suchtkranke
  • KULTinklusive - Verein gemeinsam mit Behinderten
  • LAG Freiwilligendienste Hessen
  • LAGFA Hessen e.V.
  • LAG Soziale Brennpunkte Hessen e.V.
  • Landesfeuerwehrverband Hessen und Hessische Feuerwehrstiftung
  • LandesEhrenamtsagentur Hessen
  • Landesnetzwerk der hessischen Mehrgenerationenhäuser
  • Landessportbund Hessen (LSBH)
  • Landesstiftung Miteinander-in-Hessen
  • Landesverband der Schulfördervereine in Hessen e.V.
  • Landkreis Fulda Treffpunkt Aktiv
  • Malteser Hilfsdienst e.V.
  • Malteser Hospiz-Zentrum, LebensWert - Hospiz Förderverein Fulda e.V.
  • Paritätisches Bildungswerk Bundesverband e. V.
  • Paritätische Projekte gGmbh: Freiwilligenzentrum Darmstadt / Selbsthilfebüros
  • Pflegebegleiterinitiative Frankfurt für pflegende Angehörige und Freunde
  • SJD - Die Falken Hessen
  • Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Fulda
  • Sozialverband VdK Hessen-Thüringen e.V. (VdK)
  • Sprach- und Kulturmittlerinnen in Hessen
  • St. Antonius gGmbH
  • Tafel Hessen e.V.
  • UPJ e.V. - Netzwerk für Corporate Citizenship und CSR
  • Über den Tellerrand Frankfurt e.V.
  • vostel volunteering
 
10:30 - 12:00 Uhr
Gebäude 52 Halle 8

Eröffnungsveranstaltung "Stärken erkennen - Zukunft gestalten" 

Grußworte

  • Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
    Dr. Martin Nörber (Referatsleiter im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration)
  • Hochschule Fulda
    Prof. Dr. Karim Khakzar (Präsident der Hochschule Fulda)

Eröffnungsvortrag

Engagement braucht Unterstützung
Engagierte Menschen brauchen gute Infrastrukturen, Rahmenbedingungen und Netzwerke

Dr. Thomas Röbke (Vorsitzender Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement - BBE)

Menschen engagieren sich für ihr Gemeinwesen. Dabei bringen Sie sich unentgeltlich ein, um die Lebensumstände zu verbesser, Beheimatung zu ermögliche, die Umwelt zu schützen usw.
Dieses Engagememt ist nicht selbstverständlich, sondern sollte unterstützt werden. In unserer schnelllebigen Gesellschaft ändern sich auch die Formen des Engagements. Dafür gute Rahmenbedingungen zu schaffen, ist Aufgabe der Politik. Es geht aber auch darum, dass die Organisationen den Zeitgeist treffen. Die Vereinsarbeit gestaltet sich heute anders als noch vor hundert Jahren und es entstehen auch neue, stärker sporadische, Formen des Engagements.
Der Einführungsviortrag will die gegenwärtigen Herausforderungen benennen und Wege, wie man ihnen begegnen kann, zur Diskussion stellen.  

12:00 - 13:00 UhrMittagspause
13:00 - 14:00 Uhr
Gebäude 52 Halle 8

Fachvortrag 1

„Vielfalt des Engagements. Was meint das und wie damit umgehen?“

Prof. em. Dr. Adalbert Evers (Centrum für Soziale Investitionen und Innovationen (CSI) – Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)

Bürgerengagement hat viele Gesichter. Der Zweite Engagementbericht für die Bundesregierung hat unter dem Stichwort „Vielfalt“ etwas besonders hervorgehoben: Die Engagementlandschaft reicht von Formen selbstorganisierten praktischen Tuns bis hinüber in den Bereich der Bürgerbeteiligung. Auch die Zielsetzungen können sehr unterschiedlich sein; sie reichen von der Pflege von Traditionen und Geselligkeit bis hin zu einem Engagement das durchaus Partei ergreift - so wie in der Flüchtlingsfrage. Wo gibt es angesichts dessen mögliche Gemeinsamkeiten und gute Verbindungen? Wie kann man vor Ort und in der Politik Akzente setzen ohne einseitig auszugrenzen? Diese Frage soll mit Blick auf die örtliche Ebene, z. B. Organisationen wie die Freiwilligenagenturen, aber auch mit Blick auf Parteien, Verwaltungen und die „große Politik“ behandelt werden.

Kurze Diskussion zum Fachvortrag

14:15 - 15:45 Uhr
Gebäude 30 (M) Raum 013

1. Workshop-Session

Projektvorstellung

Land hat Zukunft – Der Bürgerbus in Hessen 

Im Rahmen der Initiative „LAND HAT ZUKUNFT – Heimat Hessen“ fördert das Land Hessen Bürgerbusprojekte. Ziel ist es das Mobilitätsangebot im ländlichen Raum zu ergänzen und das Miteinander vor Ort zu fördern. Die Besonderheit liegt in dem rein ehrenamtlichen Einsatz der Fahrerinnen und Fahrer. Unterstützt werden die Initiativen dabei von der Landesstiftung „Miteinander in Hessen“. Welche Herausforderungen liegen in der Planung für einen Bürgerbus? Wie gestaltet sich der Weg vom Antrag bis zum etablierten Fahrbetrieb und wie begleitet die Landesstiftung diesen Prozess? Was bedeutet das Mobilitätsangebot für die Menschen vor Ort und wo macht es Sinn einen Bürgerbus zu etablieren? Diese und andere Fragen möchten wir gemeinsam diskutieren und praktische Tipps zum Start eines Bürgerbusprojektes vermitteln.

Input: Florian Müller (Landesstiftung „Miteinander in Hessen“)

14:15 - 15:45 Uhr
Gebäude 30 (M) Raum 017

Fachdiskussion

Wenn Helfen nicht mehr gut tut …

Freiwilliges Engagement tut gut – den freiwillig Engagierten, den Nutzerinnen und Nutzern und der Gesellschaft überhaupt. Wir begegnen jedoch auch den Grenzen des Engagements, z.B., wenn Pflicht- statt Lust-Aufgaben zu erledigen sind oder es für die unterschiedlichen Beteiligten einfach zu viel wird. Welche Faktoren tragen dazu bei, dass Hilfebeziehungen aus der Balance geraten? Wie zeigen sich Überforderung und Grenzen in den verschiedenen Konstellationen zwischen Hauptamtlichen, freiwillig Engagierten und den Nutzerinnen und Nutzern des Engagements? Wie können Hauptamtliche durch Fürsorge und Selbstsorge dazu beitragen, dass freiwilliges Engagement allen Beteiligten wieder gut tut und Freude macht?

Input: Ursula Stegemann (Diakonie Hessen)

14:15 - 15:45 Uhr
Gebäude 21 (O) Raum 024

Projektvorstellung

STARK - Wie Strukturen wirken Engagement braucht Strukturen.

Doch wie gelingt es, diese in einem Feld aufzubauen, das wie die Flüchtlingsarbeit einer hohen Dynamik unterliegt?
23 hessische Standorte, darunter teils etablierte Organisationen, teils junge Initiativen, werden von der LAGFA Hessen e.V. seit 2016 durch das Programm STARK beim Aufbau von Strukturen unterstützt.
Welche Erfahrungen können wir weitergeben? Was bewirken Strukturen? Darüber berichten wir aus der Praxis.

Input: Karin Buchner und Henriette Klinkhart (LAGFA Hessen e.V.)

14:15 - 15:45 Uhr
Gebäude 30 (M) Raum 015

Projektvorstellung

WIR-Landesprogramm:
Kompetenzzentrum Vielfalt Hessen - WIR Lotsen

Im Landesprogramm WIR - ein Programm zur Förderung der Integration und Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund, insbesondere von neu Zugewanderten - liegt u. a. ein Schwerpunkt auf der Förderung ehrenamtlichen Integrationslotsenengagements bzw. ehrenamtlicher Strukturen. Mit dem „Kompetenzzentrums Vielfalt Hessen“ wird eine hessenweite Beratung, Vernetzung und Qualifizierung sowohl zur Stärkung der Integrationslotsenarbeit als auch von gemeinnützigen Migrantenorganisationen aufgebaut. Welche Bedeutung das Kompetenzzentrum für die Förderung ehrenamtlichen Engagements besitzt, soll im Workshop dargestellt und diskutiert werden.

Input und Moderation: Wiebke Schindel und Heike Würfel (Hessisches Ministerium für Soziales und Integration)

14:15 - 15:45 Uhr
Gebäude 22 (P) Raum 218

Projektvorstellung

Ehrenamt im Sport – starker Partner für Lebensqualität und Zusammenhalt in Hessen

Der Landessportbund Hessen ist ein wichtiger Akteur der Zivilgesellschaft - fast 580.000 Personen engagieren sich freiwillig in Hessens Sportorganisationen. Der Workshop gibt einen Überblick über aktuelle Analysen, Herausforderungen und gesellschaftspolitische Dimensionen des Ehrenamts im Sport. Ein Blick in die Praxis des Vereins Turnerschaft Klein Krotzenburg mit seiner Initiative „Gib uns Dein Talent“ sowie in die Perspektiven des „jungen Ehrenamts“ vervollständigen das Workshop-Angebot.

Input: Ralf-Rainer Klatt (Landessportbund Hessen), Thomas Petzold (Turnerschaft Klein Krotzenburg 1882 e.V.), Sabine Bertram (Sportjugend Hessen)
Moderation: Andreas Klages (Landessportbund Hessen)

14:15 - 15:45 Uhr
Gebäude 21 (O) Raum 122

Fachdiskussion

Unternehmensengagement fördern

Viele Kommunen, Freiwilligenagenturen, Bürgerstiftungen und Mittlerorganisationen binden Unternehmen partnerschaftlich ein und machen sich die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements von Unternehmen zur Aufgabe. Dabei geht es längst nicht mehr nur um Spenden und Sponsoring, sondern viel häufiger um das freiwillige Engagement von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie die Zusammenarbeit in Projekten. Warum und wie engagieren sich Unternehmen? Wie lässt sich das Engagement fördern? Welche erprobten Wege und übertragbaren Formate gibt es dafür?

Input: André Koch-Engelmann (UPJ - Netzwerk für Corporate Citizenship und CSR)

14:15 - 15:45 Uhr
Gebäude 22 (P) Raum 026

Projektvorstellung

Europa mit menschlichem Antlitz - Begegnungsreisen für Ehrenamtliche

Vorstellung der Begegnungsreisen für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit. Die Reisen nach Griechenland (2017), Italien (2018) und Ungarn/ Serbien (2019) bieten internationale Begegnung und Erfahrungsaustausch. Zivilgesellschaftliches Engagement wird vernetzt und international in Europa eingebracht.

Input: Sabine Müller-Langsdorf u.a. (Zentrum Oekumene der EKHN und EKKW)

14:15 - 15:45 Uhr
Gebäude 30 (M) Raum 207

Fachdiskussion

Mitarbeitergewinnung und Nachwuchsförderung im Verein - die Suche nach den Freiwilligen

Angesprochen sind Vorsitzende, Führungskräfte und interessierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Vereins- bzw. Verbands- und Organisationsebene, die auf der Suche nach ehrenamtlicher Verstärkung sind. Der Workshop gibt Denkanstöße und Ideen und es wird ein Konzept der praxiserprobten Mitarbeitergewinnung aufgezeigt. Der Schwerpunkt liegt darin, Vereins- bzw. Organisationsstrukturen zu beleuchten, vorhandene Ressourcen zu erkennen, zu aktivieren und den Prozess der Umsetzung aufzuzeigen.

Input: Heide Klabers (Jügesheimer Sport- und Kulturverein 1888 e.V.)

14:15 - 15:45 Uhr
Gebäude 30 (M) Raum 001

Projektvorstellung

Gutes tun und Credits sammeln - Wie es im Service Learning gelingt, Studierende zu Engagement zu motivieren

Studierende als Engagierte zu gewinnen, klingt nach einer guten Idee, ist aber nicht ganz leicht. Service Learning (Lernen durch Engagement) ist ein innovatives Lehrformat, das sich zunehmend an deutschen Hochschulen verbreitet. Hier wird versucht, gesellschaftliches Engagement in curriculare Lehrveranstaltungen einzubinden. Gemeinwohlorientierte Einrichtungen können dabei Kooperationspartner sein. An der Universität Kassel finden in jedem Semester rund 30 Lehrveranstaltungen dieser Art statt. Wie funktioniert Service Learning? Welche Anforderungen stellt es an Kooperationseinrichtungen? An wen in Hochschulen kann man sich wenden?

Input: Dr. Imke-Marie Badur (Universität Kassel / UniKassel Transfer)

14:15 - 15:45 Uhr
Gebäude 21 (O) Raum 303

Projektvorstellung

Aufbau des „Netzwerk Hanau - Wir koordinieren Ehrenamt“

Unter dem Motto „Vom Nebeneinander zum Miteinander“ hat die Freiwilligenagentur Hanau 2016 im Rahmen des Landesprojektes „STARK“ (Aufbau von Strukturen in Freiwilligenagenturen und engagementfördernden Initiativen in der Arbeit mit geflüchteten Menschen) mit dem Aufbau eines Netzwerks für Freiwilligenkoordinatorinnen und Freiwilligenkoordinatoren begonnen. Im Rahmen des Workshops wird über Strategien, Vorgehensweise und Erfahrungen im Aufbau dieses Netzwerks berichtet.

Input: Iris Fuchs und Sylvie Janka (Freiwilligenagentur Hanau)

14:14 - 15:45 Uhr
Gebäude 22 (P) Raum 022

Projektvorstellung

Bildung und Verantwortung. Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft. Projekte der Engagementförderung in Frankfurt am Main

Der Workshop gibt einen Überblick über die Arbeit der Stiftung Polytechnische Gesellschaft in Frankfurt im Bereich der Engagementförderung und lädt zur Nachahmung ein. Schwerpunktmäßig werden die Programme Stadtteil-Historiker, Stadtteil-Botschafter und Bürger-Akademie beschrieben.

Input: Konrad Dorenkamp (Stiftung Polytechnsiche Gesellschaft Frankfurt am Main)

14:15 - 15:45 Uhr
Gebäude 21 (O) Raum 123

Projektvorstellung

Freiwillige(nmanagement) 2.0 – die neue Freiwilligengeneration mit Hilfe digitaler Tools finden (und binden)

Die neue Freiwilligen-Generation ist jung, webaffin und immer häufiger auch mit Newcomer Background. Bei der Wahl eines passenden Engagements greift sie nur noch selten auf das Angebot analoger Freiwilligenagenturen und -börsen zurück, sondern informiert sich online. Im Workshop wird die Zielgruppe „Freiwillige 2.0“ beleuchtet und exemplarisch erörtert, wie digitale Tools zur Gewinnung und dem Management von Freiwilligen genutzt werden können.

Input: Sophie Kahl (vostel volunteering)

14:15 - 15:45 Uhr
Gebäude 21 (O) Raum 306

Fachdiskussion

Schlagschatten des Ehrenamts - Nichts ist ohne Nebenwirkungen

Schon 1995 stellte der Münchener Professor Thomas Rauschenbach verblüfft fest: „Irgendwie scheint das [Ehrenamt] eine jener seltenen genialen Entdeckungen in der Menschheitsgeschichte zu sein, von der anscheinend alle profitieren […].“ Doch auch das Ehrenamt hat seine Licht- und Schattenseiten. Nicht zuletzt in den Feldern des Sozialen, der Bildung und der Kultur hat ein ‚blinder‘ Einsatz des Ehrenamts problematische Folgen. Dieser Workshop will ‚blinde Flecken‘ aufhellen und prüfen, wie es denn gelingen kann, dass das Ehrenamt mehr Nutzen als Schaden verursacht. Stichworte der Diskussion sind u.a.: Semiprofessionalisierung, Qualitäts- und Kontinuitätsprobleme, dirty works sowie soziale Ungleichheit im Ehrenamt.

Input: Dr. Ralph Fischer (Fachstelle Engagementförderung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck - EKKW)

14:15 - 15:45 Uhr
Gebäude 21 (O) Raum 023

Projektvorstellung

Freiwilligenmanagement - Die Zusammenarbeit mit Freiwilligen gestalten

Die Mitarbeit Freiwilliger in Organisationen und Einrichtungen will gestaltet werden. Vieles läuft bereits im Learning by Doing - an der ein oder anderen Stelle aber auch schon im Sinne eines systematischen und zielgerichteten Freiwilligenmanagements. Dabei geht es nicht um Effizienz im Sinne einer Optimierung der Ressource Freiwillige. Vielmehr geht es um die Gestaltung eines Arbeitsfeldes in dem Freiwillige ihre Interessen und ihr Engagement im Interesse der Organisation und zum Nutzen der Gemeinschaft einbringen können. Der Workshop gibt einen Einblick in das Arbeitsfeld Freiwilligenmanagement.

Input: Frank Gerhold (Freiwilligenzentrum Kassel)
Moderation: Stephan Würz (LandesEhrenamtsakademie Hessen)

14.15 - 15:45 Uhr
Gebäude 21 (O) Raum 302

Projektvorstellung

Engagement konkret: Die Entwicklung des Welcome In! Wohnzimmers

Im November 2015 entstand bei der ehrenamtlichen Initiative Welcome In! Fulda eine mutige Idee: Gemeinsam mit geflüchteten Menschen sollte in der Fuldaer Innenstadt ein Kultur- und Begegnungszentrum entstehen: Das Wohnzimmer. Eineinhalb Jahre später war die Idee Realität: Im Mai 2017 wurde das Wohnzimmer eröffnet und durfte seitdem viele Gäste begrüßen. Im Workshop werden die vielfältigen Herausforderungen für die im Projekt ehrenamtlichen Engagierten dargestellt und diskutiert.

Input: Jochen Schiersch (Welcome In! Fulda e.V.)

14.15 - 15:45 Uhr
Gebäude 30 (M) Raum 207

Fachdiskussion

Forschung zu Soziale Arbeit und Ehrenamt mit Migrantinnen und Migranten - Arbeitsteilungen und Hilfekonzepte im Wandel

Das Forschungsprojekt „Gelingende Diversität im sozialräumlichen Kontext. Zum Wandel professioneller und zivilgesellschaftlicher Sozialer Arbeit durch Zuwanderung (ProZiS)“ (Hochschule Fulda, Universität Kassel) untersucht Veränderungen Sozialer Arbeit durch Migration. Gezeigt werden erste Ergebnisse zu Fragen der Arbeitsteilung zwischen professionellen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern, Ehrenamtlichen und Migrantinnen und Migranten, deren Hilfekonzepte und Selbstverständnisse und die Bedeutung für Diversität in der Gesellschaft.

Input: Prof. Dr. Manuela Westphal (Universität Kassel, Fachbereich Humanwissenschaft) / Prof. Dr. Monika Alisch (Hochschule Fulda, Fachbereich Sozialwesen)

15:45 - 16:15 UhrKaffeepause
16:15 - 17:45 Uhr
Gebäude 22 (P) Raum 116

Projektvorstellung

Engagement für alle – der FDaG

Eine offene, solidarische Gesellschaft, in der sich alle Menschen entsprechend ihren Fähigkeiten und Vorstellungen für die Gemeinschaft engagieren können, ist ein wesentlicher Teil unseres demokratischen Gemeinwesens. Ein Format, mit dem dies gelingt, ist der Freiwilligendienst aller Generationen (FDaG). Menschen in Umbruchsituationen, mit Einschränkungen und Geflüchteten bietet der FDaG einen Rahmen, ein Engagement zu erproben und sich zu qualifizieren.

Input: Sabine Fischer (Landkreis Fulda), Katja Kirsch (Mobiles Kompetenzteam Hessen)

Moderation: Martina Geßner (Diakonisches Werk Offenbach-Dreieich-Rodgau)

16:15 - 17:45 Uhr
Gebäude 30 (M) Raum 017

Projektvorstellung

Von der Ehrenamtskoordination in der Flüchtlingsarbeit zum Vielheits- und Beteiligungsmanagement

Längst hat die Unterstützung freiwillig Engagierter in der Flüchtlingsarbeit durch Hauptamtliche den Bereich der Koordination verlassen. Während der Zeit des Notfallmodus und in der Zeit der Verstetigung haben Hauptamtliche vielfältige und unschätzbare Kompetenzen erworben. An der Schnittstelle zwischen Geflüchteten, freiwillig Engagierten, Behörden und Politik sind sie zu Vielheits- und Beteiligungsmanagerinnen und -manager geworden. Ihnen gelingen Vernetzung, Perspektivenübernahme, Moderation, Gestaltung demokratischer Prozesse unter Einbeziehung unterschiedlichster Gruppen, wertschätzendes Streiten, Empowerment. Als Konkretion wird das Bewerbercafe (Vitamin B) des Ev. Dekanat Darmstadt vorgestellt. Hier werden freiwillig Engagierte fit gemacht, um Geflüchteten bei der Arbeitsmarktintegration zu unterstützen.

Input: Hildegund Niebch (Diakonie Hessen) und Sarah Knöll (Projekt- und Freiwilligenmanagement in der Arbeit mit Geflüchteten im Ev. Dakanat Darmstadt)

16:15 - 17:45 Uhr
Gebäude 21 (O) Raum 024

Projektvorstellung

Digitale Medien in der Arbeit mit Ehrenamtlichen

Die Digitalisierung betrifft alle Lebensbereiche, auch das Ehrenamt. Die Ehrenamtsakademie der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau zeigt wie digitale Medien und Social Media sinnvoll in der Arbeit mit und für Ehrenamtliche eingesetzt werden können: eine facebook-Gruppe bietet Austausch untereinander und schnelle Antworten, im YouTube Kanal werden Wissensinhalte bereitgestellt und Webinare ermöglichen Lernen zu ehrenamtsangepassten Zeiten, ohne Fahrtwege.

Input: Ina Wittmeier (Ehrenamtsakademie der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau)

16:15 - 17:45 Uhr
Gebäude 21 (O) Raum 122

Projektvorstellung

RedensArt: Die Kunst der Sprach- und Kulturmittlung

Kommunen oder Wohlfahrtsverbände halten in vielen Regionen „Sprachmittlerpools" bereit. Migrantinnen und Migranten sowie Geflüchtete bringen sich hier kompetenzorientiert in die Bürgergesellschaft ein. Wie funktionieren Sprachmittlerpools? Welche Ausbildung, welche Begleitung wird benötigt? Wo endet das Ehrenamt, wo werden professionelle Formen benötigt? - Beispiele aus dem Vogelsberg sowie befreundeten Sprachmittlerpools werden vorgestellt und diskutiert.

Input: Ralf Müller (Evangelisches Dekanat Vogelsberg)

16:15 - 17:45 Uhr
Gebäude 21 (O) Raum 123

Fachdiskussion

Menschen im besten Alter für ein freiwilliges Engagement gewinnen

Workshop im Kontext des Projekts: Zeit für Neues - kompetent engagiert im besten Alter Warum engagieren sich ältere Männer und Frauen? Was sind ihre Motive? Die aktuelle Studienlage und das Projekt der Bildungsakademie werden vorgestellt. Dazu gehören: „Die neuen Freiwilligen“, Gottlieb Duttweiler Institut; Möglichkeiten und Grenzen sozialer Teilhabe im Alter, Deutsches Zentrum für Altersfragen und die Studie Partizipation und Engagement im mittleren und höheren Erwachsenenalter von Andreas Kruse & Eric Schmitt. Die Teilnehmenden erleben hautnah, wie im Projekt gearbeitet wird.

Input: Harald Schäfer und Elisabeth Porz (Bildungsakademie des Landessportbundes Hessen)

16:15 - 17:45 Uhr
Gebäude 30 (M) Raum 001

Fachdiskussion

Der Deutsche Engagementpreis - Anerkennungskultur stärken

Wer vergibt Preise und Auszeichnungen für freiwilliges Engagement? Wie wirken diese? Und was hat es mit dem Dachpreis für freiwilliges Engagement, dem Deutschen Engagementpreis, auf sich? Der Workshop beleuchtet Anerkennung für freiwilliges Engagement in Deutschland, stellt die Services des Deutschen Engagementpreises vor und lädt zum Austausch über Elemente starker Anerkennungskultur ein.

Input: Artemis Toebs (Deutscher Engagementpreis)

16:15 - 17:45 Uhr
Gebäude 22 (P) Raum 022

Fachdiskussion

Anerkennung und Würdigung für (junge) Ehrenamtliche

Gerade weil das freiwillig Engagement so essenziell ist, kann es in Organisationen schnell passieren, dass dieses Engagement als selbstverständlich wahrgenommen wird. Wie lässt sich eine Anerkennung und Würdigung freiwilligen Engagement sicherstellen? Was ist nötig, um die Motivation von Ehrenamtlichen dauerhaft zu unterstützen und Frustration zu vermeiden? Haben junge Engagierte besondere Bedürfnisse bezogen auf die Anerkennung ihres Engagements? Der Workshop nimmt in den Blick, welche Strukturen in der Gesellschaft wie auch in den Verbänden und Vereinen dabei helfen, die Arbeit der Ehrenamtlichen zu würdigen.

Input: Andrea Köhler (Deutscher Bundesjugendring) und David Funk (Hessischer Jugendring e.V.)

16:15 - 17:45 Uhr
Gebäude 22 (P) Raum 026

Fachdiskussion

Fit beim Datenschutz im Ehrenamt?

Nicht erst seit der Einführung der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) am 25. Mai 2018 ist Datenschutz ein Thema bei Engagierten in Vereinen und Initiativen. Für viele eine Herausforderung im Alltag und in der Umsetzung. Ob Verarbeitungsverzeichnis oder Auftragsdatenverarbeitung, Verwendung von Fotos für die Öffentlichkeitsarbeit, Einverständniserklärungen und die Erfordernisse auf der Homepage oder in sozialen Netzwerken werden ausführlich behandelt. Praxisnahe Tipps und Muster, die Sie in Sachen Datenschutz auf einfache Art und Weise fit machen, um den Datenschutz intern gut umzusetzen, runden das Thema ab.

Input: Claudia Bröse (Freiwilligen-Agentur Usinger Land)

16:15 - 17:45 Uhr
Gebäude 30 (M) Raum 015

Projektvorstellung

Eine Idee - zwei Bereiche Kommunale Engagementförderung am Beispiel Offenbach

Ehrenamtliches Engagement hat in Offenbach eine lange Tradition. Unterstützung und Förderung erfährt es seit 2002 durch das Freiwilligenzentrum Offenbach und seit 2007 durch den städtischen Ehrenamtsbeauftragten. Im Workshop wird die Zusammenarbeit von Verwaltung und freiem Träger beschrieben. Gemeinsam sollen Kriterien für gelingende Zusammenarbeit und Vernetzung identifiziert werden. Ziel des Workshops sind Argumentationshilfen für die Weiterentwicklung der lokalen Engagementförderung.

Input: Manuel Dieter (Ehrenamtsbeauftragter der Stadt Offenbach)

Moderation: Sigrid Jacob (Freiwilligenzentrum Offenbach e.V.)

16.15 - 17:45 Uhr
Gebäude 30 (M) Raum 207

Projektvorstellung

Das erste Mal im Ehrenamt - Gewinnung neuer Aktiver am Beispiel von ArbeiterKind.de

Eine der vielen Gemeinsamkeiten die die Ehrenamtlichen von ArbeiterKind.de neben ihrer Bildungsgeschichte teilen: Sie engagieren sich erstmalig freiwillig in einer Organisation. In diesem Workshop geht es um die Frage, welche Bedingungen dazu führen, dass sich insbesondere junge Menschen für ein Ehrenamt entscheiden. Dabei werden unterschiedliche Faktoren beleuchtet wie die Motivation der Ehrenamtlichen, die Niedrigschwelligkeit und Flexibilität des Ehrenamtes sowie die Engagementmöglichkeiten und dessen Mehrwert.

Input: Anna Spengler und Yvonne Gajer (ArbeiterKind.de)

16.15 - 17:45 Uhr
Gebäude 21 (O) Raum 306

Fachdiskussion

BUSLAR-Forschung: Bürgerhilfevereine als Partner der Daseinsvorsorge

Gerade in ländlichen Räumen haben Bürgerhilfevereine, Seniorengenossenschaften und ähnliche Initiativen in den letzten Jahren wichtige Aufgaben im Gemeinwesen übernommen. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte BUSLAR-Praxisforschungsprojekt hat die Rahmenbedingungen, Chancen und Grenzen dieses Engagements erforscht. Deutlich wird, dass solches Engagement nicht beliebig ausbaubar ist, als solches mehr Unterstützung braucht und weit mehr leistet, als man vielleicht denkt.

Input: Prof. Dr. Monika Alisch und Prof. Dr. Martina Ritter (Hochschule Fulda, Fachbereich Sozialwesen)

16.15 - 17:45 Uhr
Gebäude 21 (O) Raum 302

Fachdiskussion

Freiwilligendienst und SROI – Zwischen Würdigung und Rechtfertigung

Anbieter sozialer Dienstleistungen und Träger für Freiwilligendienste sehen sich oft mit einem hohen Rechenschaftsdruck gegenüber der öffentlichen Hand konfrontiert. Werden Gelder sinnvoll eingesetzt? Wem nützt ein FSJ - Freiwilligen, Anbietern oder gar Staat und Gesellschaft? Volunta, als Hessens größter Träger für Freiwilligendienste, beantwortet diese und andere Fragen mit einer „Social Return on Investment“-Studie (SROI-Studie) zum Thema Wirkung. In diesem Workshop will Volunta diskutieren, wie sich Träger mit finanziellen und inhaltlichen Argumenten ausstatten können um die Wirkung ihrer Dienstleistungen darzulegen. Der Workshop richtet sich an alle, die grundsätzlich am Prinzip des SROI interessiert sind.

Input: Tina Wiese (DRK in Hessen Volunta gGmbH)
Moderation: Axel Eppich (DRK in Hessen Volunta gGmbH)

16.15 - 17:45 Uhr
Gebäude 21 (O) Raum 303

Fachdiskussion

FSJ im ländlichen Raum, geht’s noch?

Junge Menschen suchen für ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) interessante Einrichtungen. Diese gibt es in großer Zahl im ländlichen Raum. Doch wie kann es gelingen, junge Menschen für das Leben auf dem Land zu begeistern? Warum sollten sie die Ballungsgebiete für ein Jahr verlassen oder eben in der ländlichen Heimat bleiben? Im Workshop wollen wir uns u.a. mit folgenden Themen beschäftigen: Anforderungen an Mobilität, Konzepte für Freiwilligen-WGs, exklusive Anziehungspunkte eines FSJ auf dem Land.

Input: Anja Ludig (Schottener Soziale Dienste gGmbH)

16.15 - 17:45 Uhr
Gebäude 30 (M) Raum 013

Projektvorstellung

Jugendpartizipation - Formen der Beteiligung und Förderung

Empowerment und Engagement sind zentral in der Arbeit mit jungen Menschen. Das Paritätische Bildungswerk Bundesverband bietet Konzepte für die Beteiligung von Jugendlichen im Sozialraum, im Care Bereich und der Kulturellen Bildung.
Wie können sich Jugendliche im Sozialraum einbringen? Wie können Fachkräfte dabei unterstützen? Im Rahmen eines World Cafés wird hierzu praxisnah diskutiert. Dabei stellen wir das Projekt „Soziale Jungs“, das „Frankfurter Partizipationsprojekt“ und das Förderprogramm „JEP“ vor.

Input: Martina Taylor, Kathrin Felzmann und Sarah Volk (Paritätisches Bildungswerk Bundesverband)

16.15 - 17:45 Uhr
Gebäude 22 (P) Raum 218

Fachdiskussion

Vielfalt - Entwicklungen - Kennzeichen des kirchlich-sozialen Engagements

Das Engagement im kirchlich-sozialen Bereich ist gegenwärtig von starken Veränderungsprozessen gekennzeichnet. Dies betrifft auch die große Vielfalt des aktuell im kirchlich-sozialen Umfeld existierenden ehrenamtlichen Engagements, das sowohl den Dienst am Nächsten in der Pfarrei wie auch den Einsatz Ehrenamtlicher nach standardisierten Qualifizierungskonzepten in Verbänden und Organisationen umfasst. Der Workshop soll eine Plattform bieten diese Prozesse zu beleuchten und aktuelle Entwicklungen mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Caritas, Bahnhofsmission und Gemeinde zu diskutieren. Aspekte hierbei sind Orientierung an den Talenten, den Rahmenbedingungen des Ehrenamts wie auch der Spiritualität.

Input: Daniela Manke (Referat Engagementförderung, Caritasverband für die Diözese Fulda e. V.) und Michael Götz (Stabstelle Gemeindecaritas, Caritasverband für die Diözese Limburg e.V.)

16.15 - 17:45 Uhr
Gebäude 21 (O) Raum 023

Fachdiskussion

Ideenwerkstatt - Soziale Innovationen durch ehrenamtliches Engagement

Soziale Innovationen schaffen neue Lösungen für gesellschaftliche Probleme und Herausforderungen - durch Dienstleistungen, Prozesse, Strukturen oder Produkte. Mit einer Ideenwerkstatt möchten wir zukünftige sozial innovative Handlungsfelder bei Nonprofit-Organisationen entdecken und priorisieren: Wo bestehen zukünftig gesellschaftliche relevante Potenziale für bürgerschaftliches Engagement? Welche Rolle spielen dabei freiwillig Engagierte? Welche Kompetenzen benötigen Führungskräfte hierfür?

Input: Prof. Dr. Stefan Bornemann (Internationale Berufsakademie der F+U Unternehmensgruppe gGmbH) Moderation: Prof. Dr. Monika Zimmermann (Internationale Berufsakademie der F+U Unternehmensgruppe gGmbH)

16.15 - 17:45 Uhr
Gebäude 30 (M) Raum 022

Fachdiskussion

Neue Formate in Patenprojekten

„Aus der Not eine Tugend machen?!“ Neue Ehrenamtliche zu finden, erfordert immer mehr Kreativität. Bindung und Verlässlichkeit über einen längeren Zeitraum erscheint immer schwieriger. Besonders Projekte mit Geflüchteten suchen Engagierte. Ist Gruppenmentoring eine Alternative? Oder ein "Buddykonzept 2 für 1"? Für welche Projekte kann dies erfolgreich sein? Wer hat bereits Erfahrung mit Formaten, die keine klassische 1:1 Zuordnung haben? Gibt es weitere Ideen?

Input: Rita Brechtmann und Constanze Bartiromo (Freiwilligen-Zentrum Wiesbaden e.V.)

ab 18:30 Uhr
Gebäude 52 Halle 8

Abendprogramm

Kurze Begrüßung

19:00 - 19:30 Uhr
Geben ist lustiger als Nehmen: Engagement mit Humor!
Wissenskabarett mit Comedy und Zauberkunst

Humor und ernsthaftes Engagement - ein Widerspruch? Kabarettist und Humor-Profi Bernd Waldeck plaudert aus dem Comedy-Nähkästchen.
Erfahren Sie, was wir von Optimisten lernen können und warum wir mit Engagement, Lachen und Humor mehr erreichen als mit Sorge und Perfektion.

Motivierendes Wissenskabarett mit überraschenden Gedanken, Geschichten und wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Einsatz von Humor in einer ernsten Welt.

Anschließend kulinarische Verköstigung und Gelegenheit, sich in informeller Atmosphäre mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Engagementkongresses auszutauschen und zu vernetzen.

Donnerstag, 26. September 2019

 

ab 09:00 Uhr
Gebäude 52, Halle 8
Anmeldung
Die Anmeldung ist während des gesamten Kongresses besetzt.
10:00 - 13:30 Uhr
Gebäude 10 (S), 001 & Gebäude 20 (N), 010

Markt der Möglichkeiten

Fortlaufende Informationsstände während des Kongresses von:

  • Angekommen in Wiesbaden e.V.
  • ArbeiterKind.de
  • AWO Bezirk Hessen Süd e.V.
  • BDKJ Fulda - Referat Freiwilligendienste
  • Bistum Fulda
  • Bundesakademie für musikalische Jugendbildung e.V.
  • Bundesverband Deutscher Stiftungen e.V. / Projektbüro Deutscher Engagementpreis
  • Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros e.V. (BaS) und Seniorenbüro der Stadt Hanau
  • Caritasverband für die Diözese Fulda e.V. / Caritasverband für die Diözese Limburg e.V.
  • Der PARITÄTISCHE Hessen
  • Diakonie Hessen
  • Diakonie - Freiwilliges Engagement in der Flüchtlingsarbeit
  • DRK in Hessen Volunta gGmbH
  • Ehrenamtsakademie der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN)
  • EhrenApp
  • Fachstelle Engagementförderung der Evangelischen Kirchen von Kurhessen-Waldeck (EKKW) / Kirchenkreis Fulda - Freiwilligenmanagement
  • Förderung der Bewährungshilfe in Hessen e.V. 
  • Freiwilligen-Agentur Usinger Land e.V.
  • Hessische Landeszentrale für politische Bildung (HLZ)
  • Hessischer Jugendring (HJR)
  • Hessisches Ministerium für Soziales und Integration (HMSI)
  • Hospiz- und PalliativVerband Hessen e.V.
  • Internationale Berufsakademie der F+U Unternehmensgruppe gGmbH
  • Kneipp-Verein Fulda e.V.
  • Kontakt-Werk Mühlheim
  • Koordinations- und Ansprechstelle für Dienste der Sterbebegleitung und Angehörigenbetreuung (KASA)
  • KULTinklusive - Verein gemeinsam mit Behinderten
  • LAG Freiwilligendienste Hessen
  • LAGFA Hessen e.V.
  • LandesEhrenamtsagentur Hessen
  • Landesfeuerwehrverband Hessen und Hessische Feuerwehrstiftung
  • Landesnetzwerk der hessischen Mehrgenerationenhäuser
  • Landessportbund Hessen (LSBH)
  • Landesstiftung Miteinander-in-Hessen
  • Landesverband der Schulfördervereine in Hessen e.V.
  • Landkreis Fulda Treffpunkt Aktiv
  • Malteser Hilfsdienst e.V.
  • Malteser Hospiz-Zentrum, LebensWert - Hospiz Förderverein Fulda e.V.
  • Paritätisches Bildungswerk Bundesverband e. V.
  • Paritätische Projekte gGmbh: Freiwilligenzentrum Darmstadt / Selbsthilfebüros
  • Pflegebegleiterinitiative Frankfurt für pflegende Angehörige und Freunde
  • SJD - Die Falken Hessen
  • Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Fulda
  • Sozialverband VdK Hessen-Thüringen e.V. (VdK)
  • Sprach- und KulturmittlerInnen in Hessen
  • St. Antonius gGmbH
  • Tafel Hessen e.V.
  • UPJ e.V. - Netzwerk für Corporate Citizenship und CSR
  • Über den Tellerrand Frankfurt e.V.
  • vostel volunteering
 
10:00 - 10:45 Uhr
Gebäude 52 Halle 8

Fachvortrag 2

„Ein Blick zurück nach vorn - Wie steht es mit der Engagementförderung und -politik nicht nur in Hessen?“

Prof. Dr. Gisela Jakob (Hochschule Darmstadt – h_da)

Mittlerweile sind 20 Jahre vergangen, seit die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags zur „Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements“ und das von der UN ausgerufene Internationale Jahr der Freiwilligen 2001 einen bundesweiten Aufbruch in Engagementpolitik und -förderung anregten. Dies korrespondierte mit engagementpolitischen Initiativen und neuen Ansätzen in einzelnen Bundesländern und Kommunen. Was hat sich seither getan, wie sieht die Landschaft von Engagementpolitik und -förderung heute aus, und wo besteht nach wie vor Handlungsbedarf? Was ist aus Ideen geworden, die bürgerschaftliches Engagement als gesellschaftliche Partizipation und Bürgerrecht verstehen, Engagementförderung als Querschnittsaufgabe sehen und einen Ausbau der lokalen Engagementinfrastruktur fordern? Welche Rolle spielen Ehrenamt, freiwilliges und bürgerschaftliches Engagement heute angesichts einer fortschreitenden Ökonomisierung des Sozialen? Und wie politisch darf das Engagement sein? In dem Vortrag wird es um diese und andere ausgewählte Fragen gehen, die aus der subjektiven Perspektive einer wissenschaftlichen Beobachterin beleuchtet werden. 

Kurze Diskussion zum Fachvortrag

10:45 - 11:00 UhrKaffeepause
11:00 - 12:30 Uhr
Gebäude 30 (M) Raum 017

Fachdiskussion

Kulturelles Engagement – Wie können Gesangsvereine, Heimatmuseen & Co ihre Ideen in die Zukunft tragen?

In ländlichen Räumen lebt Kultur vor allem durch Trachtengruppen, Amateurtheater und Co - und das meist ehrenamtlich. Man folgt dem Credo „Kultur für alle - von allen“. Damit hat Breitenkultur das Potential regionale Identität mitzugestalten. Dennoch steht kulturelles Engagement vielen Herausforderungen gegenüber. Mit Hilfe der beteiligungsorientierten Methode des Storytellings werden wir nach Ideen und Handlungsmöglichkeiten suchen diesen zu begegnen.

Input: Nele Zimmermann und Ann-Kathrin Schmidt (Landesvereinigung Kulturelle Bildung Hessen e.V.)

11:00 - 12:30 Uhr
Gebäude 21 (O) Raum 122

Fachdiskussion

Ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingsarbeit im Wandel

Der Workshop befasst sich mit der Entwicklung des freiwilligen Engagements in der Flüchtlingsarbeit von 2015 bis heute. Der Fokus des Workshops liegt in der Veränderung der Ehrenamtsarbeit von der Nothilfe hin zur längerfristigen Begleitung im Rahmen der strukturellen und gesetzlichen Entwicklungen. Dabei wird insbesondere die Integrationsarbeit der Ehrenamtlichen im Spannungsfeld zu sich rasch verändernden Gesetzten beleuchtet. Es soll deutlich gemacht werden, wie sich das Engagement in den letzten vier Jahren verändert hat und welche Gründe dafür maßgeblich sind.

Input: Timmo Scherenberg und Jana Borusko (Hessischer Flüchtlingsrat)

11:00 - 12:30 Uhr
Gebäude 21 (O) Raum 123

Fachdiskussion

Mehr Miteinander wagen - Zum Verhältnis von ehrenamtlicher und hauptamtlicher Arbeit im Sozialbereich

Das Ehrenamt in der Sozialen Arbeit versteht sich an vielen Stellen als sinnvolle Ergänzung zur professionellen Sozialarbeit, wird aber von dieser oftmals als lästig oder gar als bedrohlich wahrgenommen. Dabei wird übersehen, dass Ehrenamtliche vielfältige Kompetenzen mitbringen. Seit der notwendigen und umfassenden Professionalisierung der Sozialen Arbeit in den 1970er und 1980er Jahren werden soziale Probleme von der Gesellschaft an diese adressiert. Für ein gutes gesellschaftliches Miteinander ist es jedoch entscheidend, dass die Bürgerschaft soziale Belange wahrnimmt und sich für ihre Überwindung verantwortlich fühlt. Dabei kann das Ehrenamt eine Brückenfunktion einnehmen. Wie kann ein gutes Miteinander von Haupt- und Ehrenamtlichen gelingen und welche Bedingungen werden dafür gebraucht?

Input: Kornelia Kamla (Förderung der Bewährungshilfe in Hessen e.V.)

11:00 - 12:30 Uhr
Gebäude 30 (M) Raum 207

Fachdiskussion

Politische Betätigung und Gemeinnützigkeit - ein Widerspruch?

Die Finanzierbarkeit zivilgesellschaftlichen Engagements hängt oft ab von der steuerrechtlichen Absetzbarkeit von Spenden. Am 10. Januar 2019 entschied der Bundesfinanzhof, das globalisierungskritische Netzwerk attac sei in seiner bisherigen Struktur nicht gemeinnützig. Dessen Einflussnahme auf politische Willensbildung erfülle keinen gemeinnützigen Zweck. Viele Verbände fürchten nun um ihre Geimeinnützigkeit. Aus Sicht der Zivilgesellschaft wirft das Urteil Fragen nach dem rechtlichen Rahmen und den demokratietheoretischen Implikationen auf.

Input: Prof. Dr. Marei Pelzer (Hochschule Fulda, Fachbereich Sozialwesen)

11:00 - 12:30 Uhr
Gebäude 21 (O) Raum 024

Fachdiskussion

Bürgerschaftliches Engagement von Unternehmen für gemeinnützige Zwecke „gut“ nutzen

Bürgerschaftliches Engagement von Unternehmen kann sich darin zeigen, dass diese Unternehmen (kleiner Handwerksbetrieb, großer Konzern…) Interesse an einer Kooperation mit gemeinnützigen Organisationen zeigen. Der „Workshop“ thematisiert, ob und wie solche Kooperationen in die gemeinnützigen Organisationen eingebunden werden können, so dass sie deren soziale Handlungsprinzipien und -ziele unterstützen. Diverse Aspekte des „Managements“ von Kooperationen (Anbahnung bis zur Wirkung) werden aufgegriffen.

Input: Prof. Dr. Bettina Stoll (Hochschule Fulda, Fachbereich Sozialwesen)

11:00 - 12:30 Uhr
Gebäude 21 (O) Raum 302

Fachdiskussion

Inklusion im Ehrenamt und den Freiwilligendiensten - können alle sich einbringen?

Was bedeutet Inklusion im Ehrenamt und in den Freiwilligendiensten? Wie können sich Menschen mit oder ohne Behinderungen, psychischen Beeinträchtigungen, Fluchthintergrund oder solche in besonderen Lebensumständen miteinander engagieren? Welche Möglichkeiten gibt es dafür und welche Herausforderungen müssen noch überwunden werden? Dies wollen wir gemeinsam herausfinden! Wir starten mit einem theoretischen Input und erarbeiten dann gemeinsam Ideen und Lösungen.

Input: Bettina Schmidt (Sozialverband VdK Hessen-Thüringen) und Nathanael Seitz (LAG Freiwilligendienste Hessen)

11:00 - 12:30 Uhr
Gebäude 30 (M) Raum 022

Fachdiskussion

Unter erschwerten Bedingungen - Wie Engagement in benachteiligten Quartieren gelingen kann

Engagement findet nicht immer unter den gleichen Bedingungen statt. In Quartieren, in denen sich sozialräumliche Problemlagen konzentrieren, sind gesellschaftliche Ausgrenzungs- und Stigmatisierungserfahrungen besonders hoch. Trotz aller Hemmnisse mischen sich gerade hier Menschen mit ihren Ideen und Wünschen engagiert, lautstark und ehrenamtlich in die positive Entwicklung ihres Wohnumfeldes oder Stadtteils ein. Wie sieht eigenes Engagement von Menschen aus, die allgemein eher als Adressatinnen und Adressaten ehrenamtlichen Engagements wahrgenommen werden? Wie kann deren Aktivierung und Beteiligung als die Expertinnen und Experten ihrer Lebenswelt gefördert werden? Wie kann Selbstorganisation, gemeinsames Handeln und somit auch Teilhabe gelingen?

Input: Fabienne Weihrauch und Silja Polzin (LAG Soziale Brennpunkte Hessen e.V.)

11:00 - 12:30 Uhr
Gebäude 21 (O) Raum 122

Projektvorstellung

Ehrenamt in den "Frühen Hilfen" - Eine Win-win-Situation?!

Vorstellung der ehrenamtlichen Familienbegleitung in den "Frühen Hilfen" in der Stadt Fulda, in den Landkreisen Fulda und Hersfeld-Rotenburg als ergänzendes Angebot zur psychosozialen Schwangerschaftsberatung. Austausch über eine spannende ehrenamtliche Tätigkeit im persönlichen Umfeld der Familien.

Input: Andrea Zentgraf (Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Fulda)

11:00 - 12:30 Uhr
Gebäude 21 (O) Raum 023

Fachdiskussion

Das Ehrenamt als Staatsziel in Hessen

Am 28. Oktober 2018 haben die Stimmberechtigten des Landes Hessens über 15 Änderungen der Verfassung Hessens abgestimmt. Zukünftig beinhaltet die Verfassung Hessens nun den Schutz und die Förderung des ehrenamtlichen Engagements als Staatsziel. Ein Staatsziel setzt Richtlinien für politisches Handeln und nimmt einen erhöhten Stellenwert im Rechtssystem ein. Der Staat, Gemeinden und Gemeindeverbände sind durch das neue Staatsziel stärker verpflichtet, im Rahmen ihrer Möglichkeiten ehrenamtliche Tätigkeiten zu fördern und zu unterstützen. Im Rahmen einer offenen Diskussion soll der Frage nachgegangen werden, was dies für die Praxis bürgerschaftlichen / ehrenamtlichen / freiwilligen Engagements bedeuten könnte?

Moderation. Dr. Martin Nörber (Hessisches Ministerium für Soziales und Integration)

11:00 - 12:30 Uhr
Gebäude 21 (O) Raum 303

Projektvorstellung

Spannungsfeld Ehrenamt und Hauptamt - nicht bei uns!

Die ersten Mütterzentren haben sich vor über 40 Jahren aus der Selbsthilfe heraus gegründet und arbeiten seitdem mit vielen freiwillig engagierten Menschen. Von der Anfangsbewegung heraus, in welcher fast ausschließlich freiwillig engagierte Frauen aktiv waren, sind die Mütterzentren gewachsen und arbeiten heute auch mit hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ein Spannungsfeld zwischen Hauptamt und Ehrenamt aber bleibt in Mütterzentren aus, die Zusammenarbeit funktioniert einfach gut. Unser Motto dabei ist: „Zuschauen – Mitmachen – Selber machen“. Was versteckt sich dahinter? Der Workshop durchleuchtet, wie das Miteinander von Ehrenamt und Hauptamt in Mütterzentren gelebt wird und zeigt übertragbare Methoden auf.

Input: Ute Latzel (Bundesverband der Mütterzentren e.V.)

11:00 - 12:30 Uhr
Gebäude 22 (P) Raum 022

Fachdiskussion

Monetarisierung des bürgerschaftlichen Engagements

Geld regiert die Welt! Wie sieht es aus mit den unterschiedlichen Entlohnungsformen im Ehrenamt? Wann ist es noch Ehrenamt und wann eine schlecht bezahlte Tätigkeit? Wie wirkt sich das Nebeneinander von bezahlten und unbezahlten Tätigkeiten auf die Motivation der Mitarbeiter/innen aus? Hier könnte man noch viele Fragen stellen. Die Antworten darauf sind von Organisation zu Organisation sehr unterschiedlich. Im Workshop wollen wir diese unterschiedlichen Praktiken diskutieren.

Moderation: Stephan Würz (LandesEhrenamtsagentur Hessen)

11:00 - 12:30 Uhr
Gebäude 21 (O) Raum 306

Fachdiskussion

„Eintrittskarte ins Ehrenamt: Haltung, Qualifikation und Wissen“. Sind die Anforderungen eher Abschreckung oder vermittelbares Qualitätsmerkmal?

Um ehrenamtlich tätig zu werden, müssen Interessierte im Bistum Fulda Präventionsschulungen besuchen, ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen und einen Verhaltenskodex unterzeichnen. Wie lässt sich diese „Eintrittskarte“ in ein ehrenamtliches Engagement vermitteln? Ist sie heiß begehrt, da sie als unverzichtbare Grundlage für den Schutz von Kindern und Jugendlichen verstanden wird oder wirkt der „Preis“ abschreckend? Anhand der Vorgaben der Präventionsordnung wollen wir dieses Spannungsfeld beleuchten.

Input: Sophia Motz (Caritasverband für die Diözese Fulda e.V.) und Birgit Schmidt-Hahnel (Bistum Fulda)

11:00 - 12:30 Uhr
Gebäude 30 (M) Raum 015

Fachdiskussion

Freiwilligenkoordination in Kirchengemeinden - Gute Beispiele und Ideen

Das Engagement der Menschen verändert sich. Das spüren auch diejenigen, die sich haupt- und ehrenamtlich in der evangelischen Kirche engagieren. Oft fehlt es in den Gemeinden an guten Rahmenbedingungen für eine gelingende Engagement-Kultur und an einer systematischen Engagement-Förderung vor Ort. Im Workshop wollen wir gemeinsam die Kenntnisse des Freiwilligenmanagements vertiefen: Ehrenamtliche finden und gewinnen, motivieren und (be)halten, wertschätzen und verabschieden. Wir werden kreativ in Austausch und Diskussion treten sowie praktische Beispiele aus der Personalentwicklung geben. Gerne können Sie sich, Ihre Ideen und best-practice Beispiele mit einbringen.

Input: Ann-Katrin Michel (Freiwilligenmanagement im Kirchenkreis Fulda), Anneke Gittermann (Fachstelle für Engagementförderung der EKKW)

11:00 - 12:30 Uhr
Gebäude 22 (P) Raum 218

Fachdiskussion

Ansprache und Bindung im Ehrenamt Pflegebegleitung

Um Personen für ein nachhaltiges ehrenamtliches Engagement in der Pflegebegleitung zu gewinnen, bedarf es einer konzeptionellen Grundlage für die Ansprache, die Qualifizierung wie auch um eine nachhaltige Bindung Engagierter aufbauen. Im Workshop soll auf der Grundlage eines Inputs in Arbeitsgruppen den Fragen nachgegangen werden, wie eine erfolgreiche Ansprache (Wie muss diese aussehen, damit sich Interessierte angesprochen fühlen?), eine fachliche Qualifizierung (Wie muss diese gestaltet werden, damit ein Engagement gelingt?) und eine nachhaltige Bindung im Engagement (Was brauchen Engagierte, damit sie sich eingebunden fühlen, mitarbeiten und dauerhaft dabei bleiben?) geschehen kann.

Input: Inez Hützler und Petra Johann und Marguerite Branchereau (PflegebegleiterInitiative für pflegende Angehörige Frankfurt)

11:00 - 12:30 Uhr
Gebäude 22 (P) Raum 022

Fachdiskussion

Zur Integration von neuzugewanderten Frauen in Deutschland - Wie gestaltet sich Freiwilligenarbeit im Flüchtlingssektor?

Im Zuge der Fluchtmigration im Jahre 2015 stellen ein Drittel der neuzugewanderten Menschen in Deutschland geflüchtete Frauen dar. Neben den allgemeinen Fluchtgründen weisen alleinreisende Frauen frauenspezifische Fluchtgründe vor. Gründe wie die Angst vor sexueller Gewalt, Steinigung und Genitalverstümmelung sind nur einige, die die Frauen für eine Flucht aus ihrem Heimatland bewegen. Insgesamt gibt es zu wenig datenbasierte Fakten über die Lebenslagen der genannten Zielgruppe. Im Ehrenamt bieten viele Freiwillige Projekte und Angebote für Neuzugewanderte an. Dennoch gibt es neben strukturellen Hürden (Mobilität, Umzüge, Asylverfahren) auch Missverständnisse in der Kommunikation, Angebotsannahme und Zusammenarbeit. Was benötigt es an Kompetenzen in der Freiwilligenarbeit? Was bringen geflüchtete Frauen an Basiskompetenzen und Qualifikationen mit? Welche Erwartungen und Vorstellungen existieren im Ehrenamt, aber auch bei den Neuzugewanderten? Wie gelingt eine geschlechtsbewusste Freiwilligenarbeit?

Input: Khulud Sharif-Ali (Hochschule Fulda, Fachbereich Sozialwesen)

12:30 - 13:30 Uhr

Mittagspause

13:30 - 14:30 Uhr
Gebäude 52 Halle 8

Abschlussdiskussion

Zukunft gestalten: Engagement mit Zukunft – Zukunft mit Engagement

Was waren die zentralen Themen des Kongresses? Welche Fragen wurden intensiv und/ oder kontrovers diskutiert? Für welche Themen haben die Teilnehmenden besonderes Interesse gezeigt? Welche Herausforderungen haben sich herauskristallisiert? Welche Lösungen wurden vorgestellt? Was blieb unbeantwortet? Diese und weitere Fragen sowie wesentliche Ergebnisse werden zum Abschluss des Kongresses mit Blick auf die zukünftige Gestaltung des Engagements in einer Fish Bowl gemeinsam resümiert und diskutiert.

Moderation: Prof. Dr. Martina Ritter (Hochschule Fulda, Fachbereich Sozialwesen)

14:30 UhrEnde des Kongresses
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